Karriere und QSE-Zertifizierung: ein globaler strategischer Hebel

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Sieben Jahre nach einer ersten Studie erstellt die AFNOR-Gruppe ein aktualisiertes Porträt der Fachleute für Qualität, Sicherheit und Umwelt (QSE). Diese Funktion befindet sich im Wandel und wird zu einem strategischen Pfeiler der Gesamtleistung von Organisationen, sucht aber weiterhin nach Anerkennung.

Profil der QSE-Fachkräfte
Die QSE-Funktion wird zunehmend weiblich: 63 % der Befragten sind Frauen, 2018 waren es 54 %. Diese Zahl zeugt von einer positiven Entwicklung, auch wenn der Zugang zu Managementpositionen noch immer häufiger von Männern wahrgenommen wird. Das Durchschnittsalter der Fachkräfte liegt nun bei 42 Jahren, was eine Alterung der Bevölkerung widerspiegelt, mit mehr Senioren als Junioren. Die Branche zieht hochqualifizierte Profile an: Die Mehrheit der QSE-Manager hat einen spezialisierten Masterabschluss, der häufig auf internationale normative Referenzen ausgerichtet ist. Diese strukturierten akademischen Laufbahnen ermöglichen den Aufbau solider Karrieren, die sich auf technisches Fachwissen und die Beherrschung von ISO-Normen konzentrieren.

Eine in den Organisationen verankerte Funktion
Die große Mehrheit der QSE-Fachleute ist im privaten Sektor tätig, vor allem in der verarbeitenden Industrie und im Dienstleistungssektor. Kleine und mittlere Unternehmen sind ihr bevorzugtes Betätigungsfeld, aber große internationale Konzerne mobilisieren größere SGU-Teams, die manchmal aus Dutzenden von Mitarbeitern bestehen. Die Funktion ist mittlerweile fest in den Organigrammen verankert: 94 % der Fachleute haben eine feste Position inne und fast ein Drittel sitzt im Vorstand. Diese Präsenz auf der höchsten Ebene der Unternehmensführung zeigt, dass QSE als strategische Funktion an Bedeutung gewinnt und über die bloße Einhaltung von Vorschriften hinausgeht.

QSE-Zertifizierung: ein globaler Pass
Die QSE-Zertifizierung basiert auf drei wichtigen internationalen Normen: ISO 9001 für Qualität, ISO 14001 für Umwelt und ISO 45001 für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Zusammen bilden sie ein integriertes Managementsystem, das es Unternehmen ermöglicht, ihre Prozesse zu strukturieren, Risiken zu reduzieren und das Vertrauen ihrer Stakeholder zu stärken. Im Zuge der Globalisierung sind diese Zertifizierungen zu einem echten Pass für den Zugang zu internationalen Märkten geworden. Viele Auftraggeber verlangen nämlich von ihren Lieferanten, dass sie ISO-zertifiziert sind, was sie zu einem unumgänglichen Kriterium für den Export und globale Partnerschaften macht.

Über die Konformität hinaus fördert die QSE-Zertifizierung die kontinuierliche Verbesserung und die nachhaltige Leistung. Sie ermöglicht es, die mit Nichtkonformität verbundenen Kosten zu senken, die Teams für gemeinsame Ziele zu mobilisieren und die Kohärenz mit den Ansätzen zur gesellschaftlichen Verantwortung (ISO 26000) zu stärken. Sie ist somit Teil eines kulturellen Wandels, bei dem das QSE zu einem strategischen Akteur der Gesamtleistung und der nachhaltigen Entwicklung wird.

Die Rolle von AFNOR International
AFNOR International unterstützt Organisationen auf der ganzen Welt bei der Einführung und Aufwertung ihrer QSE-Maßnahmen. Durch ihre zertifizierenden Schulungen, Audits und Zertifizierungsdienste hilft die Organisation den Unternehmen, die ISO-Normen zu beherrschen und ihre Praktiken an multikulturelle Kontexte anzupassen. Diese weltweite Expertise ermöglicht es den QSE-Verantwortlichen, ihre Legitimität zu stärken und sich als Schlüsselakteure der Unternehmensführung zu etablieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Durchleuchtung der QSE-Funktion einen Beruf offenbart, der sich im Wandel befindet: weiblicher, erfahrener und strategischer. Dennoch ist er weiterhin auf der Suche nach Anerkennung. Die QSE-Zertifizierung, die von den ISO-Normen und derBegleitung durch AFNOR International getragen wird, ist ein starker Hebel, um diese Fachleute aufzuwerten, ihre Legitimität zu stärken und die Unternehmen in eine nachhaltige und internationale Leistungsdynamik einzubinden.

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