Die Weiterentwicklung der UNI/PdR 186 schreitet voran – dieser Referenzleitfaden wurde entwickelt, um die Umsetzung des Gesetzesdekrets 103/2024 zur Vereinfachung der Verwaltungskontrollen wirtschaftlicher Tätigkeiten zu unterstützen.
UNI hat nämlich die öffentliche Konsultation zu den künftigen Teilen 5 und 6 eingeleitet und nimmt bis zum 3. September 2026 Stellungnahmen und Beiträge entgegen. Die neuen Abschnitte, die vom Ministerium für Unternehmen und „Made in Italy“ gefördert werden, erweitern den Rahmen, der bereits in den ersten vier Teilen der im Dezember 2025 veröffentlichten Praxis skizziert wurde.
Eine Erweiterung des Anwendungsbereichs der Norm UNI/PdR 186
In den Abschnitten 5 und 6 werden weitere Kriterien für die Ermittlung und Bewertung der Voraussetzungen eingeführt, unter denen eine wirtschaftliche Tätigkeit im Hinblick auf die Ausstellung des Zertifizierungsberichts durch akkreditierte Zertifizierungsstellen als mit einem „geringen“ Risiko behaftet eingestuft werden kann.
Das im Gesetzesdekret Nr. 103/2024 vorgesehene System zielt nämlich darauf ab, die Verwaltungskontrollen durch eine auf objektiven und überprüfbaren Elementen basierende Bewertung verhältnismäßiger und wirksamer zu gestalten.
UNI/PdR 186-5: Öffentliche Sicherheit
Die künftige UNI/PdR 186-5 wird sich mit der öffentlichen Sicherheit befassen.
In dem Dokument werden organisatorische Anforderungen, Maßnahmen und Verfahren festgelegt, die darauf abzielen, Situationen zu verhindern, die Folgendes beeinträchtigen könnten:
- die kollektive Sicherheit;
- die öffentliche Ordnung;
- die Sicherheit der Gemeinschaft.
Ziel ist es, Organisationen strukturierte Kriterien an die Hand zu geben, anhand derer sie ihre Fähigkeit zur Prävention und Bewältigung von Risiken im Bereich der öffentlichen Sicherheit nachweisen können.
UNI/PdR 186-6: Schutz der öffentlichen Sicherheit
Die künftige UNI/PdR 186-6 wird sich hingegen dem Schutz des öffentlichen Vertrauens widmen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Prävention folgender Phänomene liegt:
- Fälschung;
- Fälschung;
- Betrug;
- Missbrauch von Dokumenten, Bescheinigungen und Informationen von öffentlichem Interesse.
Die Richtlinie zielt darauf ab, Integrität, Authentizität und Rückverfolgbarkeit in den Unternehmensprozessen zu fördern, indem Anforderungen festgelegt werden, die dazu dienen, Verhaltensweisen oder Situationen zu verhindern, die die Zuverlässigkeit von Informationen und Dokumenten beeinträchtigen könnten.
Die Rolle des Zertifizierungsberichts und der akkreditierten Zertifizierung
Der Bescheinigungsbericht stellt ein zentrales Element des in Artikel 3 des Gesetzesdekrets 103/2024 beschriebenen Systems dar.
Anhand des Berichts können Organisationen nachweisen, dass sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen, um als „geringes“ Risiko eingestuft zu werden. In diesem Zusammenhang spielt die akkreditierte Zertifizierung eine strategische Rolle bei der Unterstützung der vom Gesetzgeber vorgesehenen Verwaltungsvereinfachung sowie bei der Gewährleistung von Kompetenz, Unabhängigkeit und Zuverlässigkeit im Bewertungsprozess.
Die öffentliche Konsultation
Die öffentliche Konsultation stellt eine wesentliche Phase des Verfahrens zur Ausarbeitung der Praxis dar, da sie Unternehmen, Fachleuten, Konformitätsbewertungsstellen, öffentlichen Verwaltungen und betroffenen Interessengruppen die Möglichkeit bietet, Stellungnahmen und fachliche Beiträge einzureichen.
Beiträge können bis zum 3. September 2026 eingereicht werden. Die Veröffentlichung der neuen Teile stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung der UNI/PdR 186 dar, wobei davon ausgegangen wird, dass das gesamte Regelwerk bis Ende 2026 fertiggestellt sein wird.





